Kanzlei Kesci

Gesellschafter-Austritt: Trennung ohne Steuer-Desaster

Wenn Partner getrennte Wege gehen, droht oft die sofortige Besteuerung aller stillen Reserven. Das kostet Liquidität, die für den Neuanfang fehlt. Wir nutzen die „Realteilung“ (§ 16 EStG), um Vermögen steuerneutral zu verteilen, und gestalten Abfindungen so, dass das Finanzamt leer ausgeht.

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1. DIE STEUERFALLE: WARUM DER AUSTRITT SO TEUER IST

Die Personengesellschaft (GbR, KG, OHG)

Hier lauert die Gefahr der „Aufdeckung stiller Reserven“.

  • Der Mechanismus: Wer gegen eine Barabfindung geht, verkauft steuerlich seinen Anteil an der Substanz (Maschinen, Gebäude, Firmenwert).

  • Die Folge: Die Differenz zwischen dem uralten Buchwert und dem aktuellen Verkehrswert muss der Austretende sofort versteuern. Das frisst oft 45% der Abfindung auf.

  • Die Lösung: Die Realteilung

Die GmbH (Kapitalgesellschaft)

Hier gibt es keine Realteilung. Wer „Sachwerte“ (z.B. eine Immobilie oder das teure Fahrzeug) mitnehmen will, tappt in die „Sachausschüttungs-Falle“.

  • Das Problem: Die GmbH darf dem Gesellschafter nichts schenken. Nimmt er Assets mit, gilt dies als Verkauf zum Marktwert.

  • Die Doppel-Belastung:

    1. Bei der GmbH: Der Verkauf löst Gewinn aus (Körperschaft- & Gewerbesteuer).

    2. Beim Gesellschafter: Der Empfang des Sachwerts ist eine Gewinnausschüttung (Kapitalertragsteuer).

  • Der Ausweg: Hier helfen nur saubere Einziehungs-Modelle oder Abspaltungen nach UmwG, die wir strategisch für Sie planen.

2. REALTEILUNG STATT BARGELD

Das Zauberwort heißt Realteilung (§ 16 Abs. 3 EStG). Anstatt den Partner mit Geld auszuzahlen (was Steuern auslöst), nimmt er Wirtschaftsgüter (Maschinen, Immobilien, Kundenstamm) mit in seinen neuen Betrieb.

  • Der Effekt: Das Finanzamt sieht keinen „Verkauf“, sondern nur eine „Verlagerung“. Da die Wirtschaftsgüter im neuen Betrieb weiter steuerverstrickt bleiben, muss kein Cent Steuer gezahlt werden. Die Buchwerte werden fortgeführt.

3. GESTALTUNG DES EXITS

Wege, eine Gesellschaft steuerlich optimal aufzulösen oder zu verlassen

4. DER NETTO-HEBEL

Wir verhandeln nicht über Brutto. Wir maximieren Ihr Netto.

Viele Anwälte streiten monatelang über die Höhe der Abfindungssumme. Das ist oft kurzsichtig. Denn was nützt Ihnen eine hohe Abfindung, wenn der Spitzensteuersatz fast die Hälfte davon auffrisst?

Unser Ansatz ist die „Steuer-Arbitrage“: Wir strukturieren das Austrittspaket so, dass die Steuerlast sinkt. Oft ist eine niedrigere Abfindung, die steuerbegünstigt fließt (z.B. als Ratenzahlung oder über § 34 EStG), für Sie am Ende lukrativer als eine hohe Einmalzahlung.

Gleichzeitig entlasten wir die Gesellschaft, die weniger Liquidität aufbringen muss. So machen wir eine Einigung oft erst möglich.

  • Halber Steuersatz: Wir prüfen und gestalten die Voraussetzungen für den ermäßigten Steuersatz (§ 34 EStG), damit vom Exit-Erlös maximal viel bei Ihnen bleibt.

 

  • Vendor Loans: Die Firma kann nicht zahlen? Wir gestalten den Kaufpreis als verzinstes Verkäuferdarlehen. Sie erhalten Zinsen statt Steuerabzug, die Firma behält ihre Liquidität.

5. Vom Streit zur sauberen Trennung

Die Bewertung der Assets

Welche stillen Reserven schlummern in den Maschinen und Immobilien? Wir erstellen eine Übersicht, um zu wissen, worüber wir streiten.

Das Verteilungskonzept

Wer will was? Kann eine Realteilung funktionieren? Wir entwerfen einen Auseinandersetzungsvertrag, der die Wirtschaftsgüter zuordnet.

Die steuerliche Meldung

Wir stellen den Antrag auf Buchwertfortführung beim Finanzamt und überwachen die Sperrfristen in den Folgejahren.

6. Häufige Fragen (FAQ)

1. Geht Realteilung auch bei einer GmbH?

Nein. Die Realteilung (§ 16 EStG) ist ein Privileg von Personengesellschaften (GbR, KG, OHG). Bei einer GmbH ist die Entnahme von Assets immer eine steuerpflichtige Sachausschüttung oder ein Verkauf.

Das ist die Differenz zwischen dem Wert, der in der Bilanz steht (Buchwert), und dem tatsächlichen Marktwert. Beispiel: Ein Haus steht mit 100.000 € in den Büchern, ist aber 500.000 € wert. Die 400.000 € Differenz sind die „stille Reserve“. Wird das Haus verkauft oder entnommen, will das Finanzamt darauf Steuern.

Dann schnappt die „Sperrfrist-Falle“ zu. Verkaufen Sie innerhalb von 3 Jahren nach der Realteilung, wird die Realteilung rückwirkend besteuert. Sie müssen die Steuern für den Austritt nachzahlen – plus Zinsen. Wir warnen Sie davor.

Planen Sie Ihren Ausstieg oder den eines Partners?

Eine falsche Bewegung löst sofortige Steuerzahlungen aus. Lassen Sie uns prüfen, ob eine Realteilung möglich ist.