Verdeckte Gewinnausschüttung (vGA): Doppelte Besteuerung
Das Finanzamt stuft Ihr Gehalt, Ihren Dienstwagen oder Verträge mit Angehörigen als „unangemessen“ ein? Die Folge ist verheerend: Das Unternehmen muss Steuern nachzahlen, und/oder Sie privat ebenfalls. Wir liefern rechtssichere Fremdvergleichs-Studien, dokumentieren die Angemessenheit und wehren die Umqualifizierung ab.
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1. WAS IST EINE VERDECKTE GEWINNAUSSCHÜTTUNG? (UND WARUM IST SIE SO TEUER?)
Wenn aus Betriebsausgaben plötzlich Gewinn wird
Viele GmbH-Geschäftsführer versuchen, den Gewinn der Firma klein zu rechnen, indem sie sich selbst Gehalt, Tantiemen oder Mieten auszahlen. Das ist legal – solange es „angemessen“ ist.
Sobald das Finanzamt jedoch entscheidet, dass eine Zahlung unüblich hoch war oder einem Fremdvergleich nicht standhält, wird diese Zahlung umqualifiziert.
Die Folge: Der Betriebsausgabenabzug wird rückwirkend gestrichen. Der Gewinn der GmbH steigt. Gleichzeitig müssen Sie privat Kapitalertragsteuer nachzahlen.
Der „Bumerang-Effekt“
Eine vGA ist die teuerste Art der Besteuerung. Durch die Kombination aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und privater Kapitalertragsteuer (plus Zinsen!) zahlen Sie auf 100 € ausgeschüttetes Geld oft über 50 € an den Staat zurück.
2. DER MAẞSTAB: DER FREMDVERGLEICH
Das Finanzamt stellt immer die Frage: „Hätte ein ordentlicher Geschäftsführer diesen Vertrag auch mit einem Fremden geschlossen? Ist das Darlehen an sich selbst fremdüblich? Ist der Dienstwagen noch angemessen ?“
Wenn Sie sich selbst ein Gehalt von 300.000 € zahlen, einem fremden Geschäftsführer aber nur 150.000 € zahlen würden, kann die Differenz eine vGA sein.
Unsere Aufgabe: Wir müssen beweisen, dass Ihre Leistung, Ihre Verantwortung und Ihr Erfolg dieses Gehalt rechtfertigen.
3. WO DAS FINANZAMT ZUSCHLÄGT: DIE vGA-FALLEN
Hier lauert die Nachzahlung: Typische Streitpunkte.
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Unangemessen hohes Gehalt:
Der Prüfer vergleicht Ihr Gehalt mit veralteten Tabellen und behauptet, Sie verdienen zu viel. Wir nutzen aktuelle, externe Gehaltsstruktur-Untersuchungen (z.B. BBE-Studie), die oft deutlich höhere Gehälter erlauben als die internen Tabellen des Finanzamts. -
Der Luxus-Dienstwagen:
Sie fahren einen Porsche oder Ferrari auf Firmenkosten? Das Amt sagt: „Unangemessen, das ist privates Hobby.“ Wir weisen nach, dass das Fahrzeug der Repräsentation dient und Kunden-Akquise fördert. Zudem prüfen wir, ob die Versteuerung (1%-Regel) korrekt erfolgte – dann ist eine vGA oft ausgeschlossen. -
Verrechnungskonten (Griff in die Kasse):
Sie haben Geld entnommen oder private Rechnungen über die GmbH bezahlt, ohne Darlehensvertrag. Wir qualifizieren Buchungen um und erstellen nachträgliche Darlehensverträge (wo zivilrechtlich möglich), um die Verzinsung und Rückzahlung zu dokumentieren. -
Vermietung an die GmbH:
Sie vermieten Ihr privates Bürogebäude an die eigene GmbH. Ist die Miete zu hoch? Wir holen ein Mietwertgutachten ein. Liegt die Miete innerhalb der Spannbreite des örtlichen Mietspiegels (auch am oberen Rand), ist sie keine vGA. -
Angehörigen-Verträge:
Die Ehefrau ist angestellt, taucht aber nie in der Firma auf? Wir legen Stundenzettel, Arbeitsergebnisse und E-Mail-Verkehr vor. Wer tatsächlich arbeitet, darf auch bezahlt werden. Wir führen den Beweis der „tatsächlichen Durchführung“. -
Verstoß gegen Rückwirkungsverbot:
Sie haben sich im Dezember noch schnell einen Bonus für das laufende Jahr genehmigt? Das ist formell fast immer eine vGA. Wir versuchen, die Zahlung in eine „Sonderprämie für besondere Projekte“ umzudeuten, die erst jetzt abgeschlossen wurden. -
Fehlende Gesellschafterbeschlüsse:
Sie haben Ihr Gehalt erhöht, aber vergessen, dies in der Gesellschafterversammlung zu protokollieren. Wir prüfen, ob eine „konkludente Beschlussfassung“ (durch Handeln aller Gesellschafter) vorliegt und heilen den Formmangel.
4. DATEN GEGEN GEFÜHLE
Wir beenden die Diskussion mit Fakten.
Die Behauptung des Prüfers „Das Gehalt ist zu hoch“ ist oft nur eine subjektive Einschätzung. Dagegen hilft nur eins: Objektive Marktdaten.
Wir nutzen anerkannte Gehaltsstruktur-Untersuchungen (Datenbanken mit tausenden Geschäftsführer-Gehältern).
Unsere Analyse: Wir filtern nach Ihrer Branche, Ihrem Umsatz und Ihrer Mitarbeiterzahl. Wenn wir nachweisen, dass 20% der Geschäftsführer in Ihrer Branche ähnlich viel verdienen, ist Ihr Gehalt „marktüblich“. Der Prüfer muss seine vGA streichen.
Fremdvergleichs-Check: Wir erstellen eine detaillierte Studie, die beweist, dass Ihre Vergütung „arm’s length“ (fremdüblich) ist.
Haftungsschutz: Eine verhinderte vGA schützt Sie auch vor Untreue-Vorwürfen (§ 266 StGB) und Insolvenzverschleppung.
5. So wehren wir die vGA ab
Der Vertrags-Scan
Wir prüfen Ihren Anstellungsvertrag, Tantieme-Regelungen und Darlehensverträge auf formelle Fehler (Selbstkontrahierungsverbot § 181 BGB, Schriftform).
Die Marktanalyse
Wir vergleichen Ihre Konditionen mit dem Markt. Ist die Miete zu hoch? Ist der Zins zu niedrig? Wir sammeln Vergleichsangebote und Gutachten.
Die Verteidigung
Im Einspruchsverfahren oder der Betriebsprüfung legen wir unsere Daten offen. Wir widerlegen die Schätzung des Prüfers und reduzieren die vGA oft auf Null oder einen Minimalbetrag.
6. Häufige Fragen (FAQ)
1. Was bedeutet „Rückwirkungsverbot“?
Ein beherrschender Gesellschafter (mehr als 50% Anteile) muss alle Verträge mit der GmbH im Voraus schließen. Eine Gehaltserhöhung, die im Dezember rückwirkend für Januar beschlossen wird, wird steuerlich nicht anerkannt – selbst wenn sie angemessen wäre.
2. Darf ich mir gar keine Tantieme zahlen?
Doch. Aber sie darf i.d.R. nicht höher sein als 25-30% des Gesamtgewinns der GmbH und sollte im Verhältnis ca. 75% Fixgehalt zu 25% Tantieme stehen. Abweichungen müssen gut begründet werden.
3. Kann man eine vGA „heilen“?
Rückwirkend meist nicht. Aber wir können für die Zukunft Verträge anpassen und – wichtiger – im Verfahren nachweisen, dass gar keine vGA vorliegt, weil der Prüfer falsche Vergleichswerte genutzt hat.
Droht die Nachzahlung für vergangene Jahre? Wir prüfen Ihre Chancen.
Senden Sie mir den Prüfungsbericht oder Ihren Anstellungsvertrag. Ich prüfe sofort, ob der Vorwurf der verdeckten Gewinnausschüttung haltbar ist.